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NORMEN FÜR ELEKTROSCHWEIßEN


Zertifizierte Produkte für Ihre Sicherheit, die Bollé-Safety-Zuverlässigkeit
Sämtliche Bollé-Safety-Produkte entsprechen den Normen der Richtlinie 89/686/CEE sowie den Normen EN175, EN379.

EN379, die Norm für Filter


EN379 ist Teil einer Reihe von europäischen Normen, die vom Europäischen Komitee für Normung (CEN) im Rahmen der Anwendung der europäischen Verordnung für Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) erlassen wurden. Sie legt die Anforderungen für Schweißfilter fest, die automatisch ihren Übertragungsfaktor im Sichtfeld auf einen geringeren Wert herabsetzen, wenn ein Schweißlichtbogen gezündet wird (qualifizierte auf Stufennummern umstellbare Schweißfilter). Die Spezifikationen der Norm sind anwendbar, wenn ein solcher Filter für ein ständiges Beobachten des Schweißvorgangs eingesetzt wird und wenn er ausschließlich während der Dauer des Bestehens des Lichtbogens verwendet wird.

Die Norm spezifiziert ebenfalls die Anforderungen für Schweißfilter mit verschiedenen Bereichen des Übertragungsfaktors im Sichtfeld (sogenannte Doppelnummerstufen-Schweißfilter). Diese Filter werden für den Augenschutz von Schweißern verwendet oder auf einer Anlage montiert.

EN175, Norm für Schutzumhänge


Diese Norm legt die Sicherheitsanforderungen und die Prüfmethoden von Schutzausrüstungen für Augen und Gesicht fest, die für das Schweißen und in technischen Zusammenhängen verwendet werden. Die gegenwärtige europäische Norm legt die Anforderungen und Prüfmethoden bezüglich persönlicher Schutzausrüstungen fest, die zum Schutz von Augen und Gesicht des Anwenders gegen schädliche optische Strahlungen sowie gegen andere spezifische Risiken aufgrund üblichen Schweißens, Schneidens oder in anderen technischen Zusammenhängen vewendet werden.

Die Norm legt den genauen Schutz einschließlich ergonomischer Aspekte fest, gegen Risiken oder Gefahren verschiedener Art: Strahlung, Entzündbarkeit, mechanische und elektrische Risiken. Die gegenwärtige Norm definiert die verwendete Terminologie und spezifiziert die Anforderungen hinsichtlich Materialien, Konzeption und Fabrikation.

DIE VERSCHIEDENEN VERFAHREN DES ELEKTROSCHWEISSENS


Das Lichtbogenschweißen ist ein Oberbegriff für eine Schweißmethode, bei welcher ein Lichtbogen zwischen einer Elektrode und den zu verbindenden Werkstücken hergestellt wird.

  1. 1. Lichtbogenschweißen mit umhüllten Stabelektroden (Mantelektroden)

    Hierbei handelt es sich um das bekannteste Schweißverfahren. Wenn man die Elektrode an die zu verbindenden Werkstücke heranführt, entsteht ein Lichtbogen, der einen hohen Heizwert freisetzt und damit die Verschmelzung der Elektrode bewirkt.
    Mantelelektroden zum Schweißen von unlegierten oder niedriglegierten Stählen.
    Mantelelektroden zum Schweißen von rostfreien Stählen.

  1. 2. Lichtbogenschweißen mit nicht abschmelzenden Elektroden: WIG –Wolfram-Inertgasschweißen, (engl.: T.I.G. - Tungsten Inert Gas)

    Der Lichtbogen wird zwischen dem zu verschweißenden Blech und der nicht abschmelzenden Wolframelektrode hergestellt, die von einem inerten Gas (Argon oder Helium) umgeben ist und geschützt wird. WIG bedeutet Wolfram-Inertgas, wobei die Bezeichnung Wolfram die Elektrode und die Bezeichnung Inertgas auf den plasmabildenden Gastyp hinweist. Dieses Schweißverfahren fällt unter die Kategorie der Lichtbogenschweißverfahren mit nicht abschmelzender Elektrode. Der Lichtbogen entsteht zwischen der feuerfesten Elektrode (des Generators) und dem Werkstück (+ des Generators) unter einer Gasströmung. Normalerweise handelt es sich um ein Gas oder ein Gemisch aus seltenen Gasen. Das WIG-Schweißen wird vornehmlich für das Schweißen von dünnen Blechen aus Aluminium, Magnesium, rostfreiem Stahl Kupfer und Kupferlegierungen sowie legierten Stählen verschiedener Dicken verwendet.
    -Zu 1 % bis 2% thorierte Wolframelektroden werden insbesondere für das Schweißen von niedriglegierten Stählen (Weichstahl) verwendet. Dieser Elektrodentyp erfordert eine niedrigere Amperezahl.
    Elektroden aus Wolfram-Zirkonium besitzen einen sehr hohen Schmelzpunkt und werden daher am häufigsten für das Schweißen von Aluminium verwendet.

    Gleichwertigkeiten:
    - GTAW Gas Tungsten Arc Welding gemäß amerikanischen Normen
    - Verfahren 141 gemäß ISO 4063

  1. 3. Lichtbogenschweißen mit Schmelzelektroden: MIG-MAG-Schweißen

    Das MIG-MAG-Schweißen ist ein halbautomatisches Verfahrensprinzip.
    Die Schutzatmosphäre ist je nach angewandtem Verfahren, MIG oder MAG, verschieden:
    - Für MIG (Metall-Inertgas) werden Helium, Argon sowie deren Gasgemische eingesetzt.
    - Für MAG (Metall-Aktivgas)) verwendet man ein Gemisch aus Argon und Kohlendioxid. Mit dieser Art des Aktivschutzes können ausschließlich Stähle geschweißt werden. Im Fall von MIG ist das Gas inert, das heißt, es findet keine Reaktion mit dem Metall statt. Demgegenüber muss das Gas beim MAG mit dem Metall eine Reaktion bewirken und daher aktiv sein.

    Gleichwertigkeiten:
    - Metall-Inertgas
    - Metall-Aktivgas
    - GMAW: Gas Metal Arc Welding (verwendet eine
    volle Drahtelektrode) gemäß amerikanischen
    Normen
    - FCAW: Flux Core Arc Welding (Metalllichtbogenschweißen – MF) verwendet einen Runddraht, die so genannte Fülldrahtelektrode gemäß amerikanischen Normen
    - Verfahren 131 (MIG) oder 135 (MAG) gemäß l'ISO 4063

  1. 4. Plasma-Schweißen

    Plasma-Schweißen ist ein automatisches Schweißverfahren. Plasma ist der Zustand hoher Energie. Plasma definiert den Zustand erhöhter Energiedichte, der durch die Bündelung eines Lichtbogens mittels einer Membrane oder Düse erzeugt wird. Das Plasmaverfahren bedeutet einen bedeutenden technologischen Fortschritt des freien Bogens unter neutralem Gas (WIG-Verfahren). Plasma-Schweißen wird hauptsächlich für rostfreie Stähle, Metalle und Edellegierungen verwendet.
    PAW: Plasma Arc Welding gemäß amerikanischen Normen




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